Schweizer Dreifachsieg in Garmisch-Partenkirchen
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Nach den beiden Rennen der Damen im Kanton Wallis war auch jenes der Herren eine Generalprobe für die im nächsten Jahr stattfindende Skilweltmeisterschaft. Der Wintersportort ist in diesem Tagen allerdings von der furchtbaren Brandkatastrophe der Silvesternacht geprägt. Entsprechend wurde beim Rennen auf Werbung verzichtet. Auf den üblicherweise für Sponsoren bereitgestellten Werbeflächen wurde deshalb an die Opfer des Unglücks. Athleten und Publikum beteiligten sich vor dem Rennen an einer Schweigeminute.
Nach dem Abbruch des Rennens am Freitag als Folge schwerer Stürze konnte am Samstag ein regulärer Super-G über die Bühne gehen. Er stand, wie das ganze Wochenende im Wallis, im Zeichen des Gedenkens an die Opfer der furchtbaren Brandkatastrophe, die sich in der Silvesternacht in Crans Montana ereignet hatte.
Das Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe prägte den Auftakt des Rennens in Crans Montana. In einer Trauerminute gedachten die Athletinnen und Zuschauer der 40 Todesopfer und mehr als 100 Verletzten. Auf verkürzter Strecke wurde in weiterer Folge bei widrigen Witterungsbedingungen das Rennen gestartet.
Mit selten in dieser Form gezeigten Emotionen reagierte Kristofersen auf seinen fünften Slalomsieg beim Nightrace in Schladming. Im Finale gelang es ihm, das Ergebnis des ersten Durchgangs noch umzudrehen. Am Ende siegte er vor seinem Landsmann Atle Lie McGrath (+ 0,34 Sekunden). An der dritten Stelle landete der Franzose Clement Noel wurde Dritter (+ 0,54). Nach einem von zahlreichen Ausfällen geprägten zweiten Durchgang standen nur 21 Läufer auf der Ergebnisliste.
Im Flutlicht spiegelte sich die Eispiste auf der Planai, die vielen Fahrern Schwierigkeiten bereitete. Lucas Pinheiro Braathen sprach davon, noch nie ein solches Rennen gefahren zu sein. Sein ehemaliger Teamkollege Henrik Kristoffersen, der im zweiten Durchgang auf den 18. Platz zurückviel, zeigte sich richtiggehend wütend, meinte aber, dass er sich mit Kommentaren zurückhalten müsse, nachdem er von der FIS ob seines Tonfalls in den letzten Tagen gerügt worden war.
Der Sieger stammt aus Fieberbrunn, das gut 30 Autominuten von Kitzbühel entfernt liegt. Aus diesem Grund fiebern Jahr für Jahr etliche Fans aus seinem Heimatort beim klassischen Rennen am Ganslernhang mit. Ein Podestplatz bei seinem deklarierten Lieblingsrennen blieb Feller bislang verwehrt. Umso größer waren die Emotionen nach seinem Sieg, da mit einem solchen nach den bisherigen Saisonergebnissen nicht zu rechnen gewesen war. Zudem hatte der Tiroler in letzter Zeit in Interviews mehrfach etwas kryptisch von einer "persönlichen Krise" gesprochen.
Ihre Dominanz in dieser Disziplin stellte Shiffrin wieder einmal unter Beweis. Mit zwei Laufbestzeiten siegte sie 1,67 Sekunden vor der Schweizerin Camille Rast. Die drittplatzierte Deutsche Emma Aicher lag bereits 2,18 Sekunden hinter der Rekord-Slalomsiegerin zurück. Shiffrin liegt mit 71 Slalomsiegen und 108 Weltcupsiegen unangefochten an der Spitze der besten Skirennläuferinnen aller Zeiten. In der Weltcup-Disziplinenwertung hat sie 288 Punkte Vorsprung auf ihre erste Verfolgerin Camille Rast. Nachdem nur noch zwei Rennen ausstehen, ist ihr die neunte Kristallkugel nicht mehr zu nehmen.